FC Gossau
EIN REMIS IN MENDRISIO, ABER DER FCG IST NOCH NICHT AM ZIEL Drucken E-Mail

FC MENDRISIO-STABIO – FC GOSSAU 0:0

SPIELTELEGRAMM Comunale. – 250 Zuschauer. – SR: Damir Omerovic.  
Tore: Fehlanzeige.  
Mendrisio: Cataldo; Kabamba, Barone, Bustamante, Bettoni (61. De Sanctis); Quesada (54. Mvando), Bonanno, Forzano, Guarino; Burla, Cutunic (81. Donataccio).  

Gossau: Geisser; Ranisavljevic, De Martin, Alija, Grämiger (77. Schrepfer); Etemi, Mehmeti, Knöpfel, Güntensperger, Vural (89. Oertig); Maksuti (64. Eberle).  

Bemerkungen: Mendrisio ohne Ajide (gesperrt), Elia und Cipoletti (beide verletzt). Gossau ohne Todisco und Imhof (beide gesperrt), Nagel (verletzt) und Khaleqi (krank). 43. Pfostenschuss Burla. 35. Platzverweis Etemi (Tätlichkeit).
Verwarnungen: 28. Knöpfel (Reklamieren), 54. Cutunic, 69. Ranisavljevic, 79. Bonanno, 89. Bustamante (alle Foul). Ecken: 12:1.

Obwohl der FC Gossau rund eine Stunde lang in Unterzahl spielen musste, erreichte er in Mendrisio ein torloses Remis. Die Fürstenländer verdienten sich diesen einen Punkt durch eine äusserst disziplinierte und konzentrierte Abwehrleistung. Es war dies (beim 28. Anlauf) das erste Spiel in dieser Saison, in dem der FC Gossau keinen Gegentreffer einkassieren musste. Der Punktgewinn im Tessin reicht zwar noch nicht zum definitiven Ligaerhalt in der 1. Liga, aber das Team von Vlado Nogic scheint auf gutem Weg dorthin. Ein Sieg oder mit allergrösster Wahrscheinlichkeit auch ein Unentschieden aus den beiden letzten Partien reicht dem FC Gossau zur Erreichung dieses Ziels. Rivale Baulmes aus der Westschweizer Erstligagruppe, der überraschend in Naters gewann, weist zwei Runden vor Saisonschluss 14, der FC Gossau 19 Punkte auf. 

Das Spiel war geprägt vom frühen Platzverweis für Gossaus Safet Etemi nach einer Tätlichkeit. Mehr als eine Stunde lang mussten die Fürstenländer mit einem Mann weniger auskommen, aber dank ihrem grossen Einsatz und einer kompakten Defensivleistung und auch etwas Spielglück brachten die Gossauer das torlose Remis über die Distanz. Gute Torchancen sah man auf beiden Seiten nur wenige. Gossau besass in der ersten Hälfte zwei hochkarätige Möglichkeiten durch Sabri Vural (16.) und Jetmir Maksuti (43.), aber beide Male fielen die Schüsse aus kurzer Distanz zu wenig scharf aus, so dass Torwart Cataldo den Ball jeweils noch behändigen konnte. Mendrisios Ivan Burla traf auf der Gegenseite mit seinem von Gossaus Torwart Daniel Geisser abgelenkten Fernschuss den Torpfosten (43.). Nach der Pause sah sich die von Vlado Nogic gut eingestellte Truppe aus der Ostschweiz mehreren gefährlichen Kopfbällen aus Standardsituationen (65. und 93. Mvando., 73. Cutunic) sowie einem von Geisser reflexschnell vereitelten Abschlussversuch von Cutunic (60.) gegenüber, während Gossau aus zwei Freistössen aus guter Distanz an der Strafraumgrenze nichts Zählbares herausholte (69. und 90.). Dass Gossau dabei in Unterzahl sein Hauptaugenmerk auf die Defensivarbeit legen musste, versteht sich angesichts der zahlenmässigen Unterlegenheit während einer guten Stunde von selbst.  

Bei Gossau überzeugte vor allem die zentrale Abwehr mit dem 26jährigen Routinier Ifraim Alija und dem erst 19jährigen Flavio De Martin, in defensiver Hinsicht natürlich gut unterstützt von ihren Mitspielern. Und weil sich auch Torwart Daniel Geisser auf der Höhe seiner Aufgabe zeigte, gelang es erstmals seit Saisonbeginn, das eigene Gehäuse während 90 Minuten rein zu halten. Es zeigte sich einmal mehr, wie wichtig eine kompakte und konzentrierte Abwehrleistung für eine Mannschaft sein. „Sie ist das A und O zum fussballerischen Erfolg“, meinte Routinier Enzo Todisco, der wegen einer Spielsperre auf der Tribüne Platz nehmen musste. So benötigt denn der FC Gossau am kommenden Samstag zuhause gegen Eschen-Mauren oder eine Woche später bei YF Juventus Zürich noch einen Sieg (oder aber zwei Remis), um ganz sicher von Baulmes nicht mehr überholt zu werden. Mit allergrösster Wahrscheinlichkeit würde den Fürstenländern auch ein einziges Remis genügen, denn sie weisen eine um 12 Treffer bessere Tordifferenz als der Konkurrent aus dem Waadtländer Jura auf. Sobald Baulmes eines seiner beiden letzten Spiele (zuhause gegen Meyrin, auswärts in Fribourg) nicht gewinnt, bleibt der FC Gossau in der kommenden Saison in der 1. Liga und die Verantwortlichen können endlich daran gehen, für die neue Saison 2012/13 eine neue und kompetitivere Mannschaft zusammenzustellen.   (do)
 
 
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