FC Gossau
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Der FC Gossau kassiert gegen Tabellennachbar Le Mont mit dem 2:3 seine neunte Saisonniederlage und liegt alleine am Tabellenende der Challenge League.

KARL SCHMUKI

Nach den Wirren und Wirbeln der vergangenen Woche sahen die wenigen Zuschauer in der ersten Hälfte einen erstaunlich guten FC Gossau. Die Fürstenländer drückten der Partie über weite Strecken den Stempel auf und kamen zu sehr guten Torchancen. Nur Tore gelangen dem Team von Trainer Alex Kern nicht: Abschluss-Unvermögen und ein erstklassiger Torhüter Sebastien Roth verhinderten mögliche und verdiente Torerfolge desTabellenletzten.

Silvan Eggmann (2.) und Murat Ural (7.) scheiterten ebenso an Roth wie Cyril Schiendorfer (12.) und Dino Rebronja. Kurz vor der Pause traf Ural den Pfosten (40.) und Blerim Ibrahimis Abschluss (43.) ging nur um Zentimeter über die Latte. Gossau hätte eigentlich zur Halbzeit führen müssen, aber es lag nach 45 Minuten mit 0:2 zurück. Der Aufsteiger aus dem Waadtland holte aus der wesentlich kleineren Anzahl  an Möglichkeiten fast das Optimum heraus: Inder36.MinuteprofitierteThierry Ebe von einem misslungenen Rückpass der Fürstenländer und erzielte entgegen dem Spielverlauf die Führung für sein Team. Michele Morganella liess kurz vor der Pause den zweiten Treffer folgen. Er verwandelte den Foulpenalty, nachdem der Schiedsrichter eine Intervention von Goalie Adrian Harder in die Füsse eines Stürmers der Einheimischen als regelwidrig interpretiert hatte.

Ural lässt hoffen

Die zweite Halbzeit verlief ausgeglichener, beide Teams hatten ihre Möglichkeiten. Nach 57 Minuten keimte bei den Gossauern wieder Hoffnung auf, als Ural mit dem Kopf einen Flankenball von der linken Seite ins Tor ablenkte. Gossau stand in der Folge dem2:2 sehr nahe, aber in der 64. Minute erneut der Pfosten und neun Minuten später Torhüter Roth, der ein sehr gutes Spiel zeigte, verhinderten den verdienten Ausgleich der Fürstenländer.

Auch Penaltytor hilft  nicht mehr

Die Entscheidung fiel in der  79. Minute, als Le Mont sich auf der rechten Gossauer Abwehrseite durchspielte und Ali Özcakmak frei stehend keine Mühe hatte, das Skore auf 3:1 auszubauen. Der agile Ural beschäftigte in der Folge weiterhin immer wieder die Abwehr des Aufsteigers, aber erst in der 94. Minute hatte er erneut Erfolg, als er einen Foulelfmeter – in einem Gewühl war ein Gossau-Angreifer gefoult worden – zum Anschlusstreffer verwandelte. Aber da war es für einen Endspurt zu spät.

St. Galler – Tagblatt vom 30. November 2009

Telegramm

Le Mont – Gossau 3:2 (2:0)
Pontaise – 200 Zuschauer –– Sr. Bieri.
Tore: 36. Ebe 1:0. 45. Morganella (Foulpenalty) 2:0. 57. Ural 2:1. 79. Özcakmak 3:1. 94. Ural (Foulpenalty) 3:2.

Le Mont: Roth; Bentayeb, Scalisi, Bochud, Gleize; Morganella, Rak (61. Berthaut), Guillou, N’Diaye, Ebe (79. Fernandez); Özcakmak (92. Garcia).

Gossau: Harder; Glisic (82. Todisco), Zancanaro, Tcheutchoua, Lütolf; Rebronja, Soljic, Schiendorfer, Ibrahimi (92. Simani), Eggmann (76. Holenstein); Ural.

Bemerkungen: Le Mont ohne Reis (gesperrt) und Njohole (verletzt). Gossau ohne Avanzini, De Lima, Gugelmann (alle gesperrt), Graf (verletzt), Bigoni, Leite (beide suspendiert) und Sutter (nicht im Aufgebot). – 40. Pfostenschuss Ural. – 64. Pfostenschuss Eggmann. – Verwarnungen: 12. Ibrahimi (Foul), 17. N’Diaye (Foul), 45. Ural (Reklamieren), 51. Guillou (Foul), 55. Bochud (Foul), 67. Scalisi (Foul), 83. Tcheutchoua (Foul).

 
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