FC Gossau
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Fussballmeisterschaft Challenge League
FC THUN – FC GOSSAU 4:0 (0:0)

SPIELTELEGRAMM
Lachen. – 1300 Zuschauer. – SR: David Devouge.
Tore: 52. Scarione (Foulpenalty) 1:0, 53. Rama 2:0, 63. Kukuruzovic 3:0, 91. Klose 4:0.

Thun: Bürki; Schindelholz (79. Gashi), Zahnd, Klose; Lüthi (67. Kavak), Bättigm, Demiri; Kukuruzovic, Scarione, Glarner; Rama (67. Roux).

Gossau: Harder; Ibahaimi, Zancanaro (71. Trajkovic), Tcheutchoua, Lütolf; Soljic, De Lima (78. Simani); Rebronja, Schiendorfer, Avanzini (38. Todisco); Eggmann.

Bemerkungen: Thun ohne Fayé (suspendiert), Calapes, Galli (beide abwesend), Wittwer (gesperrt), Ikanovic, Andrist und Reinmann (alle verletzt). Gossau ohne Leite und Bigoni (beide suspendiert), Ural (gesperrt), Graf, Gugelmann, Holenstein (alle verletzt) sowie Glosic und Sutter (beide abwesend). 4. Lattenschuss Bättig, 8. Lattenschuss Glarner, 39. Schuss von Klose prallt an beide Torpfosten.  Verwarnung: 51. Zancanaro (Reklamieren). Avanzini wegen Unwohlsein während des Spiels hospitalisiert. Ecken. 9:1.

Der FC Gossau beschloss sein schlechtes Jahr 2009 – lediglich vier Siege in 31 Pflichtspielen – mit einer weiteren Niederlage. Gegen den spielstarken FC Thun setzte es eine klare und auch in der Höhe verdiente 0:4-Niederlage ab. Das Team von Murat Yakin traf nämlich in dieser einseitigen Partie nicht weniger als vier Mal die Torumrandung des Gossau-Tores. Das Team von Trainer Alex Kern, der am Ende abgrundtief enttäuscht über die Leistung seiner Spieler war, besass während der ganzen Partie lediglich zwei Tormöglichkeiten durch Silvan Eggmann in der ersten Halbzeit.

THUN TRIFFT BIS ZUR PAUSE VIERMAL LATTE UND PFOSTEN

Trotz der mässigen Leistung konnte Gossau 50 Minuten lang auf einen glücklichen Spielausgang hoffen. So lange brauchten die Berner Oberländer nämlich, bis sie dank gütiger Mithilfe des Schiedsrichters, der eine harmlose Intervention von Schiendorfer auf der Grundlinie übermässig streng mit einem Foulelfmeter ahndete, ihren ersten Treffer erzielt hatten. Mit diesem Tor war indessen die Partie entschieden, zumal die Mannschaft von Murat Yakin gegen eine konsternierte Gossauer Defensivabteilung gleich das 2:0 folgen liess. Aber in der Pause hatten die wenigen nach Thun gereisten Anhänger der Fürstenländer noch auf einen Exploit ihres Teams hoffen können, obwohl die Leistung dies nicht erwarten liess. „Wenn man so viel Glück wie in der FC Gossau in der ersten Halbzeit hat, kann man ein solches Spiel gegen einen wesentlich stärkeren Gegner auch gewinnen“, waren in der Halbzeitpause noch Kommentare zu hören. In dieser ersten Halbzeit schienen die Gäste nämlich alles Glück der Welt gepachtet zu haben. Bättig und Glarner hatten bereits in den ersten acht Minuten zweimal die Latte getroffen, nachher hatten Scarione, Rama und Klose beste Möglichkeiten ausgelassen, und schliesslich hatte Klose mit seiner Direktabnahme den einen Pfosten getroffen, von wo der Ball direkt an den anderen Pfosten kollerte. Thuns Offensivspieler führten unter der Regie des überragenden Argentiniers Scarione ein “Herrenleben“, und von den Seiten her verbreiteten Glarner und Lüthi immer wieder Panikstimmung vor dem Gehäuse des 18jährigen Adrian Harder.  Zwischen all diesen Möglichkeiten, in der 31. und 36. Minute, hatte auch der FC Gossau seine einzigen beiden Torchancen: vorerst konnte Bürki in extremis den Ball noch vor dem auf ihn losstürmenden Eggmann wegschlagen, und nachher konnte der 20jährige Amriswiler nach einer Lütolf-Flanke seinem Kopfball zu wenig Tempo verleihen, so dass Bürki den Ball noch behändigen konnte.

MIT DEM ERSTEN GEGENTREFFER WAR GOSSAU GESCHLAGEN

Auf das 1:0, den von Oscar Ezequiel Scarione verwandelten Foulelfmeter, und das unmittelbar darauf folgende 2:0 (Scarione hatte die gesamte Gossau-Abwehr inklusive Torwart Harder ausgetanzt und den Ball zum ehemaligen Schweizer Nationalspieler Milaim Rama hinübergespielt, der nur noch einzuschieben brauchte) hatte der durch die vielen Absenzen arg geschwächte FC Gossau keine Antwort mehr: am Ende mussten die Gossauer froh sein, dass die Niederlage nicht noch höher als 0:4 ausfiel. Das 3:0 erzielte Kukuruzovic nach einer guten Stunde mit einem satten und gezielten Flachschuss aus 20 Metern, und für den vierten Thuner Treffer war Klose verantwortlich, der eine Hereingabe von Kavak in der Nachspielzeit in vollem Lauf über die Torlinie drücken konnte. Erwähnenswert aus Gossauer Sicht waren die kurzen Einsätze der beiden 17- und 18jährigen Junioren Bosko Trajkovic und Denis Simani, die gegenüber ihren Mitspielern nicht abfielen und in ihrer Unbekümmertheit durchaus für frischen Wind sorgten. Die gute, aber leider nicht mit Punkten belohnte Leistung vom Spiel vor Wochenfrist bei Le Mont Lausanne war weit weg.

Verstärkungen in der Winterpause

Gut für den FC Gossau, dass jetzt die Winterpause folgt! Einige Spieler werden den Verein verlassen oder haben dies bereits getan. Der Vorstand und die Mannschaftsführung möchten das Team mit vier bis fünf guten neuen Kräften (vom Torwart bis in den Sturm in jeder Linie zumindest einer) verstärken, damit dann das neue Jahr 2010 ein wesentlich besseres und erfolgreicheres werden soll als das abgelaufene. Den Ligaerhalt hat man bei den Fürstenländern noch lange nicht abgeschrieben. (do)

Karl Schmuki

 
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