FC Gossau
Fussballstadion ja, aber abgespeckt Drucken E-Mail

In die Diskussion ums Kleinstadion kommt frischer Wind
Eine schmucke, kleine Tribüne für den Gossauer Fussballplatz für eine Mio. Franken dürfte die Diskussion ums Kleinstadion aufwirbeln. Die Idee stammt vom Parlamentarier Alfred Zahner.
Schmuck und klein könnte die neue Westtribüne aussehen.
Bild:PD

In die Diskussion ums Kleinstadion kommt frischer Wind
Bild: MAB

Die Sitzung des Gossauer Stadtparlaments vom 2. Dezember war grundsätzlich dem Budget gewidmet. Doch in diesem Zusammenhang beantragte das Parlamentsmitglied Alfred Zahner 15 000 Franken für eine Machbarkeitsstudie inklusive Kostenschätzung. Es soll abgeklärt werden, ob seine Idee einer kleinen Westtribüne für den Fussballplatz realisiert werden könnte. Der Betrag wurde ins Budget aufgenommen. Die Stadt Gossau wird also die Abklärungen an die Hand nehmen.

Auf diese Idee gekommen ist Alfred Zahner, weil er bei der jetzigen Tribüne einen grossen Handlungsbedarf sieht. «Sie ist alt, baufällig und muss ständig repariert werden», erklärt er. Angespornt haben ihn aber auch die Diskussionen um ein Kleinstadion und um eine Einmietung des FC Gossau in der AFG-Arena. «Ein Kleinstadion würde acht bis neun Mio. Franken alleine für den Bau kosten», sagt er. «Kommen Unterhalt und Amortisation dazu, wofür wir schätzungsweise eine Mio. Franken pro Jahr bezahlen müssten, und das während 20 Jahren.» Für ihn sei deshalb klar gewesen, dass ein solches Vorhaben bereits im Parlament und dann vor allem vor dem Volk keine Chance hätte. In Bezug auf die AFGArena ergänzt er: «Mit den 400 000 Franken Miete pro Jahr könnten wir innerhalb von drei Jahren eine neue, kleine Westtribüne vollständig bezahlen.

Vorgaben sind erfüllt

Mit seiner Idee ist Alfred Zahner bei der Firma Blumer-Lehmann AG auf fruchtbaren Boden gestossen. «Die Firma hat eine Idee inklusive Kostenschätzung gestaltet», sagt er. «Sie ist auf den Betrag von rund einer Mio. Franken gekommen.» Darin enthalten seien 700 Sitzplätze und fast 1000 Stehplätze inklusive Stühle, Geländer und Treppen für 420 000 Franken. Dachkonstruktion mit Stützen würden rund 380 000 Franken kosten. Kämen Abbruch, Vorbereitungs- und Umgebungsarbeiten von rund 160 000 Franken dazu. Für diese kostengünstige Lösung spreche zudem ein entscheidender Punkt. «Ein solches Stadion entspricht den Vorgaben des Schweizer Fussballverbandes », betont Zahner.

Keine Edelversion notwendig

Die Tribüne soll mit einem Betonsockel und einem einfachen Holzdach gestaltet werden. Das alleine kann aber nicht der Grund sein, dass aus acht bis neun plötzlich nur noch eine Million Franken werden. «Wir brauchen keine Edelversion, sondern einen zweckmässigen Bau, der zudem noch schön aussieht», sagt Zahner. Klar müssten einzelne Räume für Offizielle, Pressevertreter und andere vorhanden sein. Nicht notwendig seien aber zum Beispiel die teuren Einrichtungen wie sanitäre Anlagen und Garderoben, weil schon jetzt jene im Anbau der Buechenwaldhalle benützt würden. Nicht zuletzt könnte der Neubau leicht nach Westen versetzt werden, womit zwischen Tribüne und Fussballplatz etwas mehr Raum vorhanden wäre. Kommt ein Gedanke zur südlichen Tribüne dazu. «Wer weiss, vielleicht kann in Zukunft auch dieser Teil des Stadions in ähnlichem Stil gestaltet werden.» An der Stadt Gossau sei es nun, die Idee in nächster Zeit auf die Machbarkeit zu prüfen. «Ich bin überzeugt, dass wir für unsere Stadt und auch für den FC Gossau mit diesem Vorschlag eine Lösung hätten, die alle zufriedenstellen könnte.»
Martin Brunner

GOZ vom 9. Dezember 2009


 
< zurück   weiter >
© 2010 FC Gossau
Ihre IP lautet: 38.107.191.108
Ihre Hostadresse lautet: 38.107.191.108