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Die Stadionfrage des FC Gossau ist erst für die Saison 2010/2011 beantwortet. Was aber ist danach? AFG Arena, -neues Stadion in Gossau? FCG-Präsident Roland Gnägi überlässt nichts dem Zufall und leitet entsprechende Schritte ein.
Stehtribüne auf dem Fussballplatz: Ob, wie und wann dem FC eine neue Infrastruktur zur Verfügung stehen wird, ist noch nicht definiert. -Bild: ky/Ennio Leanza
RITA BOLT
Die Swiss Football League hat dem FC Gossau die provisorische Bewilligung erteilt, noch eine Saison lang im Stadion Buechenwald zu spielen, ohne irgendwelche bauliche Anpassungen machen zu müssen. Die über 50 Jahre alte Holztribüne werde dem Publikumsandrang noch eine Saison lang standhalten, sagt FCG-Präsident Roland Gnägi. Statische Abklärungen der Tribüne seien im vergangenen Jahr gemacht worden mit dem Ergebnis, dass sie von hinten gestützt werden müsse – die Stützpfeiler wurden angebracht. Solche Zustände wird die Swiss Football League nicht länger dulden. Was muss getan werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Kommission der Stadt Gossau im Projekt «Sportstättenplanung», in der auch Gnägi mitwirkt. «Ein wichtiges, zeit-, und kostenintensives Projekt, das aller Voraussicht nach etappiert realisiert wird.» Bestandteil der Sportstättenplanung sei auch, dem FC ein Stadion zur Verfügung zu stellen, in dem Challenge-League- und 1.Liga- Spiele ausgetragen werden können. Es sei allerdings eine Illusion zu glauben, dass für die Saison 2011/2012 bereits eine entsprechende Infrastruktur realisiert sei. Denn solche politische Schritte seien noch keine eingeleitet.
Gruppe evaluiert
Es ist nicht Roland Gnägis Art, abzuwarten und Tee zu trinken. Denn in den nächsten Monaten muss sich abzeichnen, wo der FC Gossau ab dem 1. Juli 2011 spielen wird. «Wir sind unter Zeitdruck», sagt Gnägi. Deshalb hat er Personen aus verschiedenen Bereichen zu Gesprächen eingeladen. Die Gruppe soll eine Auslegeordnung machen, Anforderungen der Fussballbehörden definieren, zeitliche Rahmenbedingungen berücksichtigen und politische Machbarkeiten abklären. Als Politiker in dieser Gruppe ist Hanspeter Fröhlich, Parlamentarier und ehemaliger Präsident des Clubs 2000 (Sponsorenvereinigung des FC Gossau) und Parlamentarier Alfred Zahner, der dem Parlament kürzlich eine Idee einer Zuschauertribüne unterbreitet hat. Mit dabei ist Werner Rutishauser, jetzige Präsident des Clubs 2000, Viro De Martin, Vizepräsident des FC Gossau. Weiter dabei ist auch Norbert Thaler, Präsident der IG Sport Region Gossau, der ebenfalls in der Kommission Sportstättenplanung mitwirkt und damit auch eine Art Bindeglied sei, wie Gnägi sagt. Ins Boot geholt hat Gnägi den Gossauer Ingenieur Urs Kempter und den St.Galler Christian Moroge, Präsident Sportplatzkommission der Swiss Football League. «Mir scheint es wichtig, koordiniert vorzugehen und die Kräfte zu bündeln», sagt Gnägi. Diese Gruppe soll nicht nur Aussagen über eine notwendige Infrastruktur machen, sondern auch Kosten eruieren und Aussagen machen, welche Schritte als nächste eingeleitet werden müssen. Gnägi setzt vor allem auf Christian Moroge, der die Sportplätze in der Schweiz prüft und abnimmt. Die erste Sitzung der Gruppe wird im Februar sein.
AFG Arena bleibt Option
Roland Gnägi verhehlt nicht, dass auch die AFG-Arena weiterhin als Option bestehen bleiben wird. Es könne sein, dass die Swiss Football League die provisorische Verlängerung noch einmal verlängere, wenn Gossau ein gangbares Projekt vorweisen könne. «Dann muss dieses Projekt aber auch realisiert werden», weiss Gnägi. Ziel sei und bleibe aber, wieder eine definitive Bewilligung des Fussballverbandes zu erhalten.
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Label-Gesuch sistiert
Der FC Gossau hat der IG -St.Galler Sportverbände die Unterlagen eingereicht, um mit dem Qualitätslabel "Sport-verein t" ausgezeichnet zu werden. «Das Gesuch wurde sistiert, und zwar wegen des Wettskandals, in den ehemalige Gossauer Spieler verwickelt sein sollen », sagt FCG-Präsident Roland Gnägi. Verständnis dafür bringt er nicht auf. Denn der Wettskandal habe nichts mit dem Jugend- und Breitensport des FC Gossau zu tun. Gnägis Credo: «Wir wollen anständigen und fairen Sport.» Die Sistierung des Gesuchs beschäftigt den FCG-Präsidenten noch aus einem anderen Grund: Sportvereine, die mit dem Label "Sport-Verein-t" ausgezeichnet sind, erhaltenvon der Stadt Gossau pro Jugendmitglied 70 statt 50 Franken. Gnägi: «Für die Jahre 2009 und 2010 macht das etwa 25000 Franken, die der Verein nicht erhält.» (rb.) | |
| St. Galler Tagblatt vom 18. Januar 2010 |